Die Insel Schütt kaputtgeplant?

Im Zuge eines Gutachtens wird von engagierten Planern in Nürnberg eine unkomplizierte Möglichkeit vorgeschlagen, einen „Unort“ zu verschönern und ein idyllisches Plätzchen an der Pegnitz zu schaffen. Die Bürger der Altstadt sind begeistert, und beteiligen sich rege an den Workshops.

Nach dem ersten Umsetzungsvorschlag der Verwaltung (hier: SÖR) ist von der Idylle nichts mehr zu spüren und der ursprüngliche Kostenrahmen hat sich verdreifacht. Die Stellungnahme anderer zu beteiligenden Gruppen wie den Automobil- und Fahrradclubs stehen sogar noch aus und deren Forderungen sind preislich noch gar nicht erfasst.

Des weiteren ist die Absturzsicherung zur Pegnitz (Geländer), die Wintersicherung mittels rot/weißer Absperrbarken und die mehrsprachige Ausschilderung noch nicht in der Kostenschätzung enthalten, so das zu befürchten ist, das selbst die jetzt ermittelten Baukosten von 315.000 Euro nicht ausreichen werden.

Liebe Bürgerschaft, beim nächsten derartigen Projekt rate ich dringend zu einer Guerilla Aktion. Am Pegnitzufer wird der grüne Wildwuchs etwas zurück geschnitten und heimlich Bänke gestellt. Das geht dann von der Umsetzung her wesentlich schneller und günstiger. Bis die Verwaltung was merkt, herrscht bestimmt schon Bestandsschutz und Gewohnheitsrecht.

In Zukunft sollte sich die Nürnberger Verwaltung bei solchen Projekten mehr zurücknehmen und verstärkt auf die Bürger setzten. Gerade das bürgerliche Engagement ist traditionell die wichtigste Triebfeder, die die Entwicklung Nürnberg immer wieder nachhaltig positiv beeinflusst hat.


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