Pfandringe in Nürnberg?

Am 28.07.2014 stand im Werksausschuss SÖR nach einem Antrag der CSU das Thema „Pfandringe2 auf der Tagesordnung. Die Nürnberger Piraten hatten die Pfandringe im Zuge des Wahlprogramms schon in einer Mitgliederversammlung diskutiert.

Wir stimmten damals darin überein, dass bei Pfandringen nicht nur weiter die Bedürftigen sammeln werden, sondern der leichte Zugang zu den Pfandflaschen würde das organisierte Sammeln attraktiv machen. Schon jetzt sieht man bei Großveranstaltungen, dass hier von Gruppen professionell agiert wird. Das läuft aber dem eigentlichen Ziel, den einzelnen Bedürftigen zu helfen, entgegen. Aus ökologischer Sicht wären ohnehin Glasflaschen besser, diese werden durch das jetzige Pfandsystem aber weiter aus dem Markt gedrängt.

Zugespitzt habe ich im Ausschuss gesagt, dass man mit Pfandringen keine Sozialpolitik macht. Wer mit seiner Pfandflasche aktiv unterstützen will, kann diese ja auch direkt einem Sammler seines Vertrauens in die Hand drücken. Das würde das soziale Gewissen noch besser entlasten, als wenn man seine Pfandflasche anonym im Pfandring entsorgt.

Ich bin deswegen der Verwaltungsvorlage gefolgt, und habe mich gegen die städtische Anschaffung von Pfandringen ausgesprochen. Die existierenden Sammelkästen werden nach Aussage von Bürgermeister Vogel toleriert. Sollte jemand(TM) weitere installieren wollen, müsste er bei SÖR bzw. dem Ordnungsamt anfragen.